"Siegen pulsiert...elektrisch" - Mitarbeiter der Stadt Siegen testen Elektroauto


Die Universitätsstadt Siegen drückt beim Klima- und Umweltschutz sprichwörtlich aufs "E-Gas": Ab sofort setzt die Stadtverwaltung ein Elektroauto für Dienstfahrten ein, das während einer sechsmonatigen Testphase bis Jahresende emissionsfrei und lautlos über Siegener Straßen rollt.

„Das Thema Elektromobilität kommt nun in unserer Kommune an. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen, und die sinnvolle Nutzung von Elektroautos in unserem Bereich testen. Dazu gehört auch, die Öffentlichkeit für Elektromobilität zu sensibilisieren“, sagte Siegens stellv. Bürgermeister Jens Kamieth am Freitag, 10. Juni 2016, bei der Übergabe des E-Autos vor dem Siegener Rathaus.

Mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Siegen, die Universität Siegen und weitere Wirtschaftspartner im Rahmen des Projekts "REMONET", dem BMBF-Forschungsverbund "Regionales E-Mobility Network", bereits seit rund zwei Jahren intensiv.

„Dabei handelt es sich um das einzige Bundesforschungsprojekt für Elektromobilität in Südwestfalen, das sowohl das Nutzungsverhalten wie auch die notwendige Infrastruktur und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht“, erläutert Projektleiter Dominik Eichbaum von der städtischen Wirtschaftsförderung - aktuell im Bereich "E-Car-Pool", dem Projektbereich für "Elektromobilität im Fuhrpark".

Dabei handelt es sich um den ersten Langzeittest für Elektrofahrzeuge in einer kommunalen Verwaltung in der Region, der wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung können das E-Auto dienstlich testen und anschließend ein Feedback zur Nutzung und Einsatzfähigkeit geben. Unter dem Slogan "Siegen pulsiert…elektrisch" wird das Fahrzeug bei verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt.

Im Rahmen dieser Kooperation stellt das Siegener Unternehmen Bald AG das Testfahrzeug zur Verfügung. Der "Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive" erreicht eine Reichweite von rund 160 Kilometern und ist eines der aktuellsten Modelle deutscher Hersteller am Markt.

Ein weiterer Verbundpartner ist das Siegener Unternehmen Qosit, das die Kosten des E-Auto-Einsatzes mitfinanziert und Technologien in Ladesäulen und Plattformen für Buchungen und Mehrwertdienste entwickelt.

"E-Campus-Shuttle" für die Universität

Während der Testmonate können die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Professorinnen und Professoren der Universität Siegen das E-Auto tageweise nutzen, um zwischen dem neuen Standort Campus Unteres Schloss und Haardter Berg zu pendeln ("E-Campus-Shuttle").

Die nachhaltige Verbindung der beiden Uni-Standorte stellt eine der Herausforderungen für das städtische Mobilitätskonzept dar. Die Ergebnisse und Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer werden anschließend vom Lehrstuhl für Innovationsmanagement an der Universität Siegen ausgewertet und fließen in den Abschluss der Förderprojekts mit ein.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte "REMONET"-Projekt "Elektromobilität in der Stadtregion Siegen" läuft dabei noch bis Ende Februar 2017. „Mit dem Einsatz eines Elektrofahrzeugs sind wir im Praxisteil unseres Forschungsprojektes angelangt, um für Elektromobilität in der Verwaltung zu sensibilisieren und die Alltagstauglichkeit im Wortsinn erfahrbar zu machen“, so Dominik Eichbaum.

Darüber hinaus können Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger, die überlegen, ein Elektroauto zu kaufen, das E-Auto testweise fahren. Die Koordination der Einsätze läuft dabei über die Wirtschaftsförderung der Stadt Siegen.

Weitere Informationen zum Projekt und zum E-Auto sind erhältlich bei Projektleiter Dominik Eichbaum unter der Rufnummer (0271) 404-2526 oder per E-Mail an emobility(at)siegen.de.


17.06.2016
LOD